Die Rahmenbedingungen eines Mediationsverfahrens sind im Mediationsgesetz gesetzlich geregelt. Die folgenden Hinweise geben Antworten auf häufig gestellte Fragen: 

        • In einem Rechtsstreit unterliegen Sie dem jeweiligen Prozessrecht und erhalten als Ergebnis ein Urteil, dessen Inhalt vom Gericht bestimmt wird.
        • Grundgedanke der Mediation ist es, dass die Parteien sämtliche Angelegenheiten einvernehmlich selbst regeln, auch wenn es um das Mediationsverfahren selbst geht.
        • Anders als in einem Rechtsstreit liegt das Ergebnis eines Mediationsverfahrens in Ihren Händen und in Ihrer Verantwortung.
        • In einer Mediation gibt es deshalb keine festgelegte Ordnung, oder einen Dritten, welcher das Ergebnis bestimmt.
        • Allein Sie bestimmen im Einvernehmen mit den anderen Beteiligten, nach welchen Regeln das Mediationsverfahren verläuft und welches Ergebnis erarbeitet wird.
        • Dabei ist es die Aufgabe der Mediatoren jeden Beteiligten in gleicher Weise bei diesem Vorhaben zu fördern und unterstützen. Hierfür sind Mediatoren ausgebildet.
        • In Rechtsfragen werden Sie weiter von ihren Prozessbevollmächtigten unterstützt. Diese können nach Absprache an den Mediationssitzungen teilnehmen. Ihre beratende und begleitende Tätigkeit ist zumindest in der letzten Phase einer Mediation erforderlich, in welcher es um das Erarbeiten von konkreten Lösungen geht.
        • Sie haben die Möglichkeit innerhalb der Mediation eine Lösung für sämtliche Konflikte zu erarbeiten, auch wenn diese nicht Gegenstand eines Rechtsstreits sind. Ziel einer Mediation ist eine umfassende und dauerhafte Konfliktlösung.
        • Wenn es für Ihre Lösung wichtig ist, können auch indirekt beteiligte Personen einbezogen werden und, wenn Einvernehmen besteht, auch an den Mediationssitzungen teilnehmen.
        • Die Mediationssitzungen sind nicht-öffentlich und vertraulich.
        • Für die Mediationssitzungen von Mediation am Gericht stellt die Rechtsanwaltskammer Köln Räume in ihrer Geschäftsstelle unentgeltlich zur Verfügung.
        • Sie bestimmen die Dauer des Verfahrens.
        • Sie können die Mediation jederzeit abbrechen und Ihren Rechtsstreit fortführen.
        • Mediation am Gericht wird für Sie ein Mediatorenteam auswählen und anbieten, welches aus einer Anwaltmediatorin und einem Anwaltmediator besteht. Bei der Auswahl berücksichtigen wir die Zahl der Beteiligten, die Umstände des Konflikts, den Lebenssachverhalt und den Bezug zum Rechtsgebiet.
        • Soweit alle Beteiligten mit den Anwaltmediatoren einverstanden sind, werden diese auf Grundlage einer mit Ihnen und den übrigen Beteiligten als Auftraggeber zu schließenden Vereinbarung tätig.
        • Bei Mediation am Gericht sind die Anwaltmediatoren verpflichtet, eine Vergütungsvereinbarung im Rahmen der jeweils geltenden Vergütungsordnung mit Ihnen abzuschließen.
        • Die Vergütung der Mediatoren wird von vielen Rechtsschutzversicherungen ganz oder teilweise übernommen.

Wir beantworten gern Ihre weiteren Fragen. Nehmen Sie hierzu bitte Kontakt mit uns auf.

Kölner Anwaltverein e.V.

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